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Heizung läuft nach Stromausfall nicht mehr

Die Heizung geht nach einem Stromausfall nicht wieder an – warum?

Nach einem Stromausfall stehen Uhrzeit und Wochentag am Regler häufig falsch. Die Anlage arbeitet dann nach ihrem Zeitprogramm – nur zur falschen Tageszeit. Ebenfalls häufig: eine ausgelöste Sicherung oder ein Funkregler, der die Verbindung verloren hat.

Ein Stromausfall beschädigt eine Heizungsanlage in aller Regel nicht. Was er hinterlässt, sind verstellte Zeiten und unterbrochene Verbindungen. Deshalb lohnt es sich, in dieser Reihenfolge vorzugehen, bevor Sie einen Notdienst rufen.

Zuerst: Gibt es ein Gefahrenmerkmal?

Bei Gasgeruch – auch bei leichtem Verdacht –, ausgelöstem CO-Melder, Rauch oder Schmorgeruch, sichtbaren Schäden an der Elektrik oder starker Wasserleckage prüfen Sie nichts selbst: Gebäude verlassen und die Feuerwehr unter 112 rufen.

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Mögliche Ursachen

9 Ursachen kommen in Frage – 3 können Sie gefahrlos selbst prüfen, 4 unter den jeweils genannten Voraussetzungen und bei 2 ist ein Fachbetrieb nötig. Jede Angabe stammt aus der Wissensbasis der Diagnose; die verwendeten Quellen stehen unten.

Uhrzeit oder Wochentag am Regler sind falsch

Sicher selbst prüfbar

Nach einem Stromausfall oder Batteriewechsel stehen Uhrzeit und Wochentag häufig falsch. Die Anlage arbeitet dann nach dem Zeitprogramm – nur zur falschen Tageszeit.

  1. 1 Uhrzeit, Wochentag und Datum am Regler korrekt einstellen
  2. 2 Sommer- und Winterzeit prüfen
  3. 3 Zeitprogramm anschliessend kontrollieren
  4. 4 Prüfen, ob die Anlage zur gewünschten Zeit heizt

Das Zeitprogramm deckt den aktuellen Zeitraum nicht ab

Sicher selbst prüfbar

Ausserhalb der programmierten Heizzeiten fährt die Anlage bewusst in die Absenkung. Die Heizkörper bleiben dann kühl, obwohl technisch alles in Ordnung ist.

  1. 1 Zeitprogramm für Heizung am Regler prüfen
  2. 2 Heizzeiten so anpassen, dass der aktuelle Zeitraum abgedeckt ist
  3. 3 Alternativ vorübergehend auf Dauerbetrieb oder Komfortbetrieb stellen
  4. 4 Prüfen, ob die Heizkörper warm werden

Verbindungsfehler des Funkreglers

Nur unter Voraussetzungen

Meldet der Regler einen Funk- oder Verbindungsfehler, erreicht die Wärmeanforderung das Heizgerät nicht. Die vom Hersteller für Benutzer beschriebene Neuverbindung ist zulässig.

Nur wenn das alles zutrifft

Nur die in der Bedienungsanleitung für Benutzer beschriebene Anmelde- oder Verbindungsfunktion nutzen. Keine Serviceparameter und keine sicherheitsrelevanten Einstellungen verändern.

  1. 1 Batterien prüfen und bei Bedarf ersetzen
  2. 2 Abstand und Hindernisse zwischen Regler und Empfänger prüfen
  3. 3 Nur wenn die Bedienungsanleitung das für Benutzer beschreibt: Verbindung neu herstellen
  4. 4 Kommt die Verbindung nicht zustande: Fachbetrieb beauftragen

Die Batterie des Raumreglers ist leer

Sicher selbst prüfbar

Ein Raumthermostat oder Funkregler mit leerer Batterie sendet keine Wärmeanforderung mehr. Das Heizgerät selbst ist dabei völlig in Ordnung.

  1. 1 Batterien im Raumthermostat oder Funkregler ersetzen
  2. 2 Auf die richtige Polung achten
  3. 3 Uhrzeit und Wochentag am Regler prüfen und neu einstellen
  4. 4 Solltemperatur erhöhen und prüfen, ob die Anlage anspringt

Ausgelöste Sicherung – unter Voraussetzungen selbst prüfbar

Nur unter Voraussetzungen

Ein ausgelöster Leitungsschutzschalter oder FI-Schalter trennt die Heizung vom Strom. Das einmalige Wiedereinschalten ist eine zulässige Benutzerhandlung. Löst die Sicherung erneut aus, liegt ein technischer Fehler vor.

Nur wenn das alles zutrifft

Nur wenn der Sicherungskasten frei zugänglich ist. Es darf keine Abdeckung geöffnet werden müssen. Es dürfen keine Brand-, Schmor- oder Feuchtigkeitsspuren sichtbar sein. Der Schalter muss sich ohne Kraft bedienen lassen.

  1. 1 Sicherung genau einmal wieder einschalten
  2. 2 Prüfen, ob das Heizgerät wieder eine Anzeige zeigt
  3. 3 Löst die Sicherung erneut aus: nicht noch einmal einschalten
  4. 4 Bei erneutem Auslösen Elektrofachkraft oder Heizungsfachbetrieb beauftragen

Der FI-Schutzschalter hat ausgelöst

Nur unter Voraussetzungen

Ein ausgelöster FI-Schutzschalter trennt einen ganzen Stromkreis. Fällt zusammen mit der Heizung auch anderswo der Strom aus, ist das ein deutliches Zeichen. Das einmalige Wiedereinschalten ist zulässig.

Nur wenn das alles zutrifft

Nur wenn der Sicherungskasten frei zugänglich ist. Es darf keine Abdeckung geöffnet werden müssen. Es dürfen keine Brand-, Schmor- oder Feuchtigkeitsspuren sichtbar sein. Der Schalter muss sich ohne Kraft bedienen lassen.

  1. 1 Sicherungskasten prüfen: Der FI-Schalter steht dann auf Aus
  2. 2 Ihn genau einmal wieder einschalten
  3. 3 Löst er sofort erneut aus: nicht noch einmal einschalten
  4. 4 Bei erneutem Auslösen Elektrofachkraft beauftragen – dann liegt ein Fehlerstrom vor

Entstörung nach Herstellervorgabe

Nur unter Voraussetzungen

Viele Geräte sehen eine einmalige Entstörung durch den Benutzer vor. Wiederholtes Entstören ist nicht zulässig. Bei jedem Entstören startet das Gerät einen neuen Zündversuch, obwohl die Ursache weiter besteht. Eine Störung, die sofort erneut auftritt, gehört deshalb in Fachhand.

Nur wenn das alles zutrifft

Nur wenn die Bedienungsanleitung Ihres Geräts eine Entstör- oder Reset-Taste ausdrücklich für Benutzer vorsieht und keines der Gefahrenmerkmale vorliegt. Keine Verkleidung öffnen.

  1. 1 Entstör- oder Reset-Taste genau nach Bedienungsanleitung einmal betätigen
  2. 2 Ergebnis abwarten
  3. 3 Tritt die Störung erneut auf: nicht wiederholt entstören
  4. 4 Fachbetrieb mit diesem Diagnosebericht beauftragen

Keine Spannungsversorgung feststellbar – Fachbetrieb erforderlich

Fachbetrieb erforderlich

Die sicheren Selbsthilfeschritte sind abgeschlossen. Das Gerät bleibt ohne Anzeige, obwohl die zugänglichen Schalter und Sicherungen in Ordnung sind. Für die weitere Diagnose ist ein Fachbetrieb erforderlich.

Hierzu gibt es keine Handlung für Betreiber. Die Prüfung erfordert Messtechnik oder Eingriffe am geöffneten Gerät.

Keine sichere Ursache gefunden – Fachbetrieb erforderlich

Fachbetrieb erforderlich

Die sicheren Selbsthilfeschritte sind abgeschlossen. Für die weitere Diagnose ist ein Fachbetrieb erforderlich. Ihre Angaben sind im Diagnosebericht zusammengefasst und ersparen dem Fachbetrieb Rückfragen.

Hierzu gibt es keine Handlung für Betreiber. Die Prüfung erfordert Messtechnik oder Eingriffe am geöffneten Gerät.

Was Sie auf keinen Fall selbst tun sollten

Wiederholtes Entstören ist deshalb heikel, weil die Störung eine Schutzfunktion ist. Wer sie mehrfach quittiert, schaltet die Schutzfunktion faktisch ab, ohne die Ursache zu beseitigen.

Ihren Fall genauer eingrenzen

Die Liste oben zeigt, was in Frage kommt. Welche Ursache bei Ihnen vorliegt, grenzt die geführte Diagnose ein: Sie fragt zuerst Gefahrenmerkmale ab, dann Ihre Anlage, und nennt am Ende die Ursachen, die zu Ihren Antworten passen – mit der Einordnung, ob Sie selbst tätig werden dürfen.

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Ohne Anmeldung, ohne Werbung. Am Ende erhalten Sie einen Diagnosebericht mit Gerätetyp, Fehlercode und allem bereits Geprüften – zum Ausdrucken für den Fachbetrieb.

Wenn Sie einen Fachbetrieb rufen: Das sollten Sie bereithalten

Gerätetyp und Baujahr

Steht auf dem Typenschild am Gerät, meist unter der Frontblende oder seitlich.

Fehlercode im Wortlaut

Genau so, wie er am Display steht – Buchstaben und Ziffern.

Was Sie bereits geprüft haben

Erspart dem Monteur die Suche und Ihnen einen Teil der Arbeitszeit.

Seit wann es auftritt

Dauerhaft, sprunghaft oder nur zu bestimmten Zeiten?

Anlagendruck

Der Wert an der runden Anzeige mit Zeiger, abgelesen bei kalter Anlage.

Letzte Wartung

Datum und ausführender Betrieb, falls bekannt.

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Woher diese Angaben stammen

Die Ursachen auf dieser Seite kommen aus derselben geprüften Wissensbasis, die auch die Diagnose verwendet – gepflegt von der LCW Haustechnik GmbH, einem SHK-Fachbetrieb aus Bergisch Gladbach. Betriebsleiter Marius Wiegmann ist Sachverständiger für Technische Gebäudeausrüstung.

Verwendete Quellen

  • Eigene strukturierte SHK-Diagnoselogik (LCW Haustechnik GmbH)

Stand: 2026-08-13 · Diese Seite ersetzt keine Prüfung vor Ort und ist keine Reparaturanleitung.